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Mein Bergweg

​​"Ich habe mir meine besten Gedanken ergangen und kenne keinen Kummer, den man nicht weggehen kann."

Søren Kierkegaard

Ich bin auf einem Bauernhof im südtiroler Passeiertal aufgewachsen. Die Affinität zu den Bergen muss ich also vermutlich nicht erklären. Wie sehr ich die Berge allerdings um mich brauche, wie viel Freude ich dabei habe, Wege zu entdecken und zu Fuß von A nach B zu gehen, mit allem, was ich brauche, am Rücken, wurde mir aber erst gegen Ende meines Studiums in München klar. 2013 wanderte ich mit einer Freundin (mangels Geld für eine größere Reise...) zu Fuß über die Alpen von München nach Hause und kam verändert an. Ich erinnere mich so gut, wie traurig ich war, dass ich nicht mehr im Matratzenlager schlafen konnte, mich wieder zwischen mehr als zwei Paar Schuhen entscheiden und mein Handy wieder einschalten musste. Ich hatte etwas gefunden, was mich wirklich glücklich machte.

Es dauerte noch ein paar Jahre bis ich München hinter mir ließ und in die Berge zog, nichtsdestotrotz verbrachte ich von da an möglichst viel Zeit am Berg. Ich machte mehrtägige Touren, übernachtete unter freiem Himmel am Gipfelkreuz, begann mit Trailrunnung und flog nach Südamerika, um einen 6000er zu besteigen. Vieles davon machte ich allein.

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Bis heute fühle ich mich am wohlsten und freisten, wenn ich ganz allein am Berg unterwegs bin. Dabei suche ich nicht nach schwierigen oder gar gefährlichen Routen, ich mag schlicht und ergreifend keine Angst am Berg haben. Ich suche nach Wegen, wo wenig los ist, nach Gipfeln und Orten, die kaum jemand kennt. Ich suche nach konditionellen Herausforderungen, die es mir ermöglichen, den ganzen Tag neue Wunder in der Natur zu entdecken.

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Immer wieder werde ich gefragt, wie ich das mache, so allein, immer an verschiedenen Orten. Die Wahrheit ist: Ich liebe es, Karten zu studieren. Ich lese fast so viele Karten wie Bücher - und das heißt was... Ich stelle mir vor, wie die Orte aussehen, die ich auf Karten entdecke und gleiche es dann mit der Realität ab (meistens lieg ich komplett falsch). Das ist mein größter Antreiber.

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Irgendwann wurde mir klar, dass ich das gerne weitergeben möchte. Diese Leidenschaft, Neues zu entdecken, das Gefühl verändert von einer Tour zurückzukommen, die Möglichkeit, unterwegs zu Fuß ganz anders nachdenken zu können. Die Dankbarkeit für diese Wahnsinnswunder, die da um uns herum existieren.

Daher habe ich 2024/2025 die umfangreiche und intensive Ausbildung zur Tiroler Bergwanderführerin absolviert. Dieser Abschluss befähigt mich, dir alles, was mit Wandern zu tun hat, näher zu bringen und natürlich mit dir aufzubrechen und neue Wege zu entdecken.

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Wenn du Fragen zu meinem Weg, zu meinen Ausbildungen oder anderen Dingen über mich hast, melde dich gern!

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